Stellenbosch

Die historische Stadt Stellenbosch mit ihren herausragenden Beispielen an Kap-Holländischer Architektur verfügt über eine Weinbautradition, die bis zum Ende des 17. Jahrhunderts zurückreicht. Das bergige Gelände, ausreichend Niederschlag, ein durchlässiger Boden und unterschiedlichste Terroirs machen Stellenbosch zu einem gefragten Weinanbaugebiet. Unter den ständig zunehmenden Weingütern und -bauern (über 200) befinden sich einige der bekanntesten Namen unter den Kap-Weinen. Der Distrikt, mit seiner Mischung aus historischen Anwesen und modernen Weingütern, produziert ausgezeichnete Beispiele aller edlen Rebsorten und ist vor allem für die Qualität seiner Rotweincuvées bekannt.

Stellenbosch ist auch das Forschungs- und Bildungszentrum des südafrikanischen Weinbaus. Die Universität Stellenbosch bietet als einzige Abschlüsse in Weinbau und Önologie an und zählt viele von Südafrikas besten Winemakern zu seinen Ehemaligen und Förderern. Die Elsburg Landwirtschaftsschule befindet sich ebenfalls nahe Stellenbosch, ebenso wie das Nietvoorbij Institut für Weinbau und Önologie. Diese Einrichtung verfügt über eine der modernsten Forschungsweingüter der Welt und in den Forschungsanbaubetrieben, die sich in verschiedenen Distrikten befinden, werden wichtige neue Rebsorten, Klone und Wurzelstöcke erforscht.

Die Stellenbosch Weinroute, die älteste im Land und eine der beliebtesten Touristenziele am westlichen Kap hat für Touristen verschiedene überschaubare Sub-Routen  entwickelt: Bottelary Hills, Greater Simonsberg, Helderberg, Stellenbosch Berg and Stellenbosch Valley.

Daten

Geografische Einheit:

Western Cape – Coastal Region

Bezirke:

Banghoek, Bottelary, Devon Valley, Jonkershoek Valley, Papegaaiberg, Polkadraai Hills und Simonsberg-Stellenbosch

Anbaufläche:

16294 ha, 63 % rote Rebsorten, 37 % weiße Rebsorten

Hauptrebsorten:

Cabernet Sauvignon 20% , Shiraz 14%, Merlot 12%, Sauvignon Blanc 17%, Chenin Blanc 8%, Chardonnay 7%

Bekannt für:

Cabernet Sauvignon, Shiraz und Bordeaux-Blends

Höhe über NN:

150 – 400 m

Dominanter Faktor:

Offene Ausrichtung zur False Bay, Boden, Höhe

Durchschnittstemperatur im Februar (Wetter Station Nietvorbij):

21,8 °C

Jährlicher Niederschlag:

Variiert zwischen 600 – 2 000 mm

Geologie:

Granit, Malmesbury-Schiefer

Dominante Böden:

Roter und gelb-brauner Tukulu und Oakleaf; strukturierte Swartland und Klapmuts, doppelter Kroonstad